Immobiliensuche

Immobiliensuche – viele Wege führen zur Traumwohnung

War man bei der Wohnungssuche bis vor etwa zwei Jahrzehnten noch mehr oder weniger ausschließlich auf Geheimtipps aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, die meist kostspieligen Dienste von nicht immer sehr vertrauenswürdigen Maklern und die oft schon bei Erscheinen an den einschlägigen Verkaufsstellen wie warme Semmeln umkämpften Tageszeitungen samt deren Wohnungsanzeigen angewiesen, gestaltet sich die Suche nach der persönlichen Traumwohnung heutzutage recht unterschiedlich. Der Siegeszug des Internets speziell im Kleinanzeigenmarkt hat auch die Wohnungssuche stark verändert; war damals ein relative Knappheit des Angebots charakteristisch für die oft nervenaufreibende Suche nach den neuen eigenen vier Wänden, bestimmt heute ein auf den ersten und oft auch zweiten Blick recht unübersichtliche Überangebot den Wohnungsmarkt, wobei sich dem vielleicht nicht ganz so netzerfahrenen Wohnungssuchenden vieles präsentiert, was die vermeintliche große Auswahl in ihrem Wert schnell mindert (veraltete und gedoppelte Angebote, irreführende bis falsche Angaben zu Lage und Ausstattung, fehlende Informationen und versteckte Mängel). Es bedarf also schon ein wenig Erfahrung, Geduld und Ausdauer, um in der schieren Masse heutiger digitaler Wohnungsanzeigen die Spreu vom Weizen bzw. die „Bruchbuden“ von den „Traumwohnungen“ zu trennen, und sicherlich gehört auch genau wie zur eingangs erwähnten „Vornetzzeit“ noch immer ein Quentchen Glück dazu, sich irgendwann einmal in seinem persönlich favorisierten Domizil wiederzufinden.

Im Internet sind alle Wohnungen schön bunt… und vor allem Pinck

Grundsätzlich positiv zu beurteilen an den neuen netzbasierten Strategien sich eine Wohnung zu suchen, sind jedoch sicherlich die multimedialen Gestaltungsmöglichkeiten für die entsprechenden Anzeigen, in die nicht nur Fotos und Videos, sondern auch Grundrisse und Umgebungspläne samt vorhandener Wohnumfeldstruktur eingebunden werden können, was dem Suchenden bereits bei der ersten Ansicht einen umfassenderen Eindruck über die potentielle Bleibe verschaffen kann, als dies früher anhand eines oft nicht vollständigen oder auch stark geschönten Exposés in Papierform möglich war. Entscheidend sollte aber bei jeder Wohnungssuche unabhängig vom angestrebten Objekt die möglichst eng gefasste Bestimmung bzw. Eingrenzung der persönlichen Ansprüche und Wünsche sein, wobei gerade auch die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen „unbedingt erforderlich“ und „relativ wünschenswert“ zu berücksichtigen ist, und sehr rational abwägend betrieben werden sollte, damit man nicht einer schnellen Fehlentscheidung bei der Wohnungssuche aufsitzt, die man dann noch schneller finanziell und atmosphärisch bereut.